Die LostLift Datenbank
Umzugsgut: Siegfried, später: Serge Turgel
Dokumente: Anzahl 1
Provenienz:
Transport (Land)
Fa. Silberstein & Co. (Nfl. Fritz Roth)
Berlin -> Hamburg?
EUR
StAHH 213-13_26300 - Serge, Turgel - 1955-1962
Rückerstattungsverfahren
Landgericht Hamburg, Wiedergutmachungsamt
Antrag wegen zwei entzogener Liftvan wird von Berlin nach Hamburg verwiesen. Serge Turgel gibt an, dass die beiden mit der Firma Silberstein & Co. versendeten Liftvan in Hamburg beschlagnahmt worden sein sollen. Die Oberfinanzdirektion Hamburg gibt an, dass dort keine Unterlagen über die Entziehung des Umzugsgutes vorliegen und weist darauf hin, dass zum angegebenen Zeitpunkt der Versendung, also 1933, noch keine Beschlagnahmungen stattfanden. Der Antrag wird zurückgenommen.
EUR
StAHH 213-13_26300 - Serge, Turgel - 1955-1962
Zusatzinformationen
Es istunklar, ob das Umzugsgut tatsächlich nach Hamburg kam und hier beschlagnahmt wurde.
Die Hamburger Rückerstattungsakte enthält auch Hinweise auf in Berlin entzogenes Eigentum:
Ein anderer Teil der Wohnungseinrichtung soll der Firma Fa. Staehr & Co. (Berlin, Gitschinerstr. 30) zur Einlagerung übergeben und später dort beschlagnahmt worden sein.
Ein weiterer Teil wurde dem Schwager Myron Slonimczyk (Berlin, Beusselstr. 22) übergeben und soll nach dessen Deportation beschlagnahmt worden sein.
Auch bei der Firma Efim Krewer (Berlin, Horstweg 41) sollen Objekte unterestellt und vermutlich beschlagnahmt worden sein.
Ein Gemälde "Kühe im Gegenlicht" von Zügel und ein Pastell "Die Sünde" von Franz von Stuck (mit einem vom Künstler entworfenen Rahmen) sollen Charlotte Johann zur Aufbewahrung übergeben worden sein. Frau Johann soll "Die Sünde" an Joe Stoeckel verkauft haben. Von dort soll es in die Sammlung Hitlers gekommen sein. Das Bild von Zügel soll Frau Johann dem Kunsthändler Graupe übergeben haben, der es wiederum an den Kunsthändler Lang [Lange?] weitergegeben haben soll.
Die Bibliothek, ein großes Gemälde "Grunewaldlandschaft" von Leistikow und ein großer silberner chinesischer Vogel sollen dem Wirtschaftsprüfer Alfred Schürmann übergeben worden sein.